Schadstoffuntersuchungen ERNTE 2008
Teil 1 DURST MALZ führt regelmäßig Screening Untersuchungen zur Schadstoffbelastung von Gerste und Weizen durch. Im Folgenden finden Sie eine tabellarische Übersicht über die bislang vorliegenden Befunde (Stand 31.01.2009). Auf Wunsch übersenden wir Ihnen gerne die entsprechenden Zertifikate des externen Labors. Für die DON Untersuchungen, die in unserem eigenen Labor durchgeführt wurden, sind auf Wunsch Nachweise der Einzelergebnisse erhältlich.
Einzugsgebiete der untersuchten Anlieferungsmuster waren die für DURST MALZ relevanten deutschen Anbaugebiete in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Hessen und NRW, sowie EU Staaten (F,GB,HU)
Die Screening Untersuchungen sind Bestandteil des Schadstoff Monitorings des Deutschen Mälzerbundes.
1 Pestizide
Die Untersuchungen wurden an 18 Gersten- und 3 Weizenmustern von der SGS, Hamburg durchgeführt. Der Untersuchungsumfang basiert auf der DFG S19 Methode. Der Umfang der Analytik mit Bestimmungsgrenzen ist auf Anfrage erhältlich. Alle Ergebnisse liegen sehr weit unter den gesetzlichen Grenzwerten der EU. Die gefundenen Wirkstoffe Piperonylbutoxid und Primidiphos-methyl sind häufig Bestandteil von Insektiziden für den Lagerbereich. Auch Bifenthrin wird im Vorratsschutz eingesetzt. Das in Deutschland nicht zugelassene Malathion wurde in Gerste aus England gefunden. Der Wachstumsregulator Chlormequat war in einer Weizenprobe vorhanden.
2 Schwermetalle
Die untersuchten Proben waren identisch mit denen der Pestizidanalytik. Untersuchungslabor: SGS, Hamburg.
Cadmium konnte in mehreren Fällen nachgewiesen werden. In 4 Mustern wurde Blei gefunden. In jedem Fall aber deutlich unterhalb der zulässigen Grenzwerte,
3 Mykotoxine
Die Proben waren identisch mit denen der Pestizidanalytik. Untersuchungslabor: SGS,Hamburg.
Untersuchungsumfang:
Aflatoxine (AT)B1,B2,G1,G2 Ochratoxin A (OTA) Deoxynivalenol (DON) Nivalenol (NIV) Fusarenon-X (FUS) 3-Acetyl DON (Ac-DON) Diacetoxyscirpenol (DIASC) HT-2 Toxin (HT2) T-2 Toxin (T2) Zearalenon (ZEA)
Zusätzlich wurden 83 Proben (23x Wintergerste, 57xSommergerste und 3 Weizenmuster) im eigenen Labor auf DON untersucht.
Aflatoxine kommen in Getreiden aus europäischen Anbaugebieten nicht vor. OTA als Produkt typischer Lagerpils ist bei keimender Gerste aus neuer Enrte auch nicht zu erwarten. Dies wird durch die vorliegenden Untersuchungen bestätigt. DON gilt als Indikator der Feldpilze.
War für die Ernte 2007 aufgrund der Witterung noch ein deutlicher Anstieg von mit Fusarien infizierter Sommergerste zu beobachten, sind Rote Körner bei Ernte 2008 kaum zu finden. Die Anzahl der DON positiven Muster ist ebenso deutlich zurückgegangen wie die Höhe der Ergebnisse. Auffällig sind die Häufung der positiven Mykotoxinbefunde bei Gersten aus England. Aber auch bei Wintergerstenmustern aus Frankreich und Ungarn sind Mykotoxine nachweißbar. Die Mykotoxingrenzwerte (DNO,ZEA,OTA,AF) gemäß EU 1881/2006 werden bei allen Mustern eingehalten.
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